Lobbyisten – Sind sie zu mächtig?

Im Bundestag werden jedes Jahr über 100 Gesetze verabschiedet. Die thematische Bandbreite ist so groß, dass sie von den Politikern und Politikerinnen nicht ohne weitere Unterstützung von Fachleuten bewältigt werden kann. Natürlich versuchen auch Interessensverbände Einfluss auf politische Entscheidungen zu nehmen, das können Umweltorganisationen sein oder Menschen, die für die Autoindustrie arbeiten. Sie alle betreiben auf ihre Art und Weise Lobbyarbeit. Aber inwiefern bietet ihre Einflussnahme ein Risiko für die Demokratie? Oder kann sie vielleicht eine Chance sein? In dieser Folge spricht Moderator Maxi mit einem Mitarbeiter von LobbyControl und mit dem Lobbyisten Dominik Meier. LobbyControl ist ein eingetragener Verein, der nach eigenen Angaben „über Macht-Strukturen und Einflussstrategien in Deutschland und der EU aufklären will“ und sich „für Transparenz, eine demokratische Kontrolle und klare Schranken der Einflussnahme auf Politik und Öffentlichkeit“ durch Interessenverbände einsetzt. Dominik Meier, der als Lobbyist in Berlin arbeitet, ist der Meinung, dass jede Form von Interessenvertretung Lobbying sei. Dabei sei es unerheblich, wer Lobbyarbeit leiste. Auch er spricht sich, wie LobbyControl, für mehr Transparenz aus. Beide Gesprächspartner sind sich darin einig, dass Lobbyismus Teil eines wichtigen Demokratieprozesses, bei dem die Politik verschiedene Meinungen und Interessen gegeneinander abwägt.

https://www.blz.bayern.de/zeit-fuer-politik/lobbyismus.html

Autor: Markus Hensel Kamera: Gunnar Rossow, Markus Hensel Schnitt: Benedikt Schreiber Redaktion: Shirin Kasraeian

 

 

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